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Autor Thema: Warum engagieren sich eigentlich so wenig Profis?  (Gelesen 3561 mal)
Andre_Kleim
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Warum engagieren sich eigentlich so wenig Profis?
« am: 01.Juni.2002, 19:09 »

Was meint das Forum zu diesem Thema?

Ist es die Tatsache, daß viele Profis gar nicht über die Existenz des "Künstlerischen Tanzes" im DTV Bescheid wissen?

Oder

ist es die Tatsache, daß man sich als Profi nicht gern von Laien bewerten läßt?

Ich tendiere zum 2. Punkt.

Gruß: André Kleim
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annamaria
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Re: Warum engagieren sich eigentlich so wenig Prof
« Antwort #1 am: 01.Juni.2002, 21:00 »

Es ist keine Frage, warum sich so wenig ausgebildete Fachleute aus dem Modern Dance Bereich im tnw engagieren. Als hochausgebildeter Tainer z.B. fehlt doch spätestens nach den ersten Saisonstarts die Motivation. Grund dafür sind u.a. meiner Meinung nach die überaus minder qualifizierten Wertungsrichter. Man siehe einen Blick auf die Tabellen der Ligen. Uneinigkeiten bei den Wertungsrichtern sind die Regel. Leistungen um der Kunst Willen werden kaum noch berücksichtigt oder erst gar nicht wahrgenommen, Show ist alles, was zählt! Ein Profi will und kann sich dem doch nicht unterwerfen!!! :-/
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thewush
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Re: Warum engagieren sich eigentlich so wenig Prof
« Antwort #2 am: 02.Juni.2002, 14:33 »

Guten Tach!
Gute Frage eigentlich...berechtigt oder unberechtigt sei mal dahingestellt.
Fakt ist doch auch, dass Profis überhaupt nicht bezahlt werden können, oder?
Welcher Verein hat denn einen so großen JMD Bereich und so viele Mitglieder, dass sich ein Profi finanzieren ließe?

Zu Annamaria: Jawoll! Grin

Wenn ein ausgebildeter Tänzer die Zeit und die Motivation aufbringt, sich mit Jugendlichen, die ihren Sport "lediglich" als Hobby betreiben, drei- bis viermal die Woche zwei bis drei Stunden in die Halle zu stellen - Hut ab!
Aber dann möchte ich bitte sofort wissen, wo diese Profis sind. Ich wäre die erste Freiwillige....
Cheesy

Der Punkt Wertungsrichter ist nicht schlecht!
Gerade diese Saison fällt es ungemein auf, wie unterschiedlich die Wertungen ausfallen.
Doch wenn man sagt, dass die Wertungsrichter besser in den eigentlichen wertungsrichtlinien unterwiesen werden müßten, fängt ein Teufelskreis an.
Denn, was sind dann Dinge, die man tun darf und was nicht?
Müßten wir dann Pflichtfiguren oder -drehungen einführen, wie beim Eiskunstlauf?
Was ist dann überhaupt Tanzen?
Bezogen auf die 2. BL:
Eher Bremerhaven (Top!!!) oder Aachen (auch TOP!!!) oder vielleicht Werther( natürlich TOP!!!hihi!)Huh

Dann müßte der Ligabetrieb wohl ein Jahr ausfallen, um ganz neue Richtlinien zu schaffen.
Und das ist doch nicht der Sinn und Zweck!?!
Wir wollen tanzen und keine Bürokratie betreiben.

Vielleicht haben ja auch Profis das Interesse, eine Formation zu trainieren.
Das dann aber wohl auch eher in den "Tanzzentren" und nicht in den "Dorfvereinen"...!
Denn, wenn ich mich recht an die TNW Sitzungen in Duisburg erinnere, kommen Sie Andre aus einem solchen Zentrum, das Sie auch bezahlen kann.
Ich finde es toll, dass Sie Ihre Aufgabe darin sehen, Jugendlichen den Tanz und seine Wurzeln nahe zu bringen.
Aber - WO sind die Kids, die investieren, die nicht nur den Erfolg, sondern auch den Weg dahin wollen?
Ein Profi wird darauf trainiert, weitere angehende Profis zu trainieren...oder?
Und das wollen die meisten doch gar nicht werden.
Applaus und Pokale - ja!
Schweiß, Schmerzen und Kritik - nein!

Das ist die Entwicklung, die ich persönlich sehe!
Jammerschade, aber wohl nicht zu ändern!
Oder???
Viele Grüße
Dagmar
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Re: Warum engagieren sich eigentlich so wenig Prof
« Antwort #3 am: 03.Juni.2002, 03:25 »

Ich bin der gleichen Meinung wie Dagmar  Wink
Endlich mal jemand der ausspricht wie es ist....
Die Jugendlichen heute sind doch oft sehr sprunghaft und haben gar nicht den Elan so lange durchzuhalten,daß am Ende ein Profi dabei rauskommt...sie wollen nur Spaß und eben den Erfolg!
Das mit dem aus Spaß tanzen ist ja auch gar nicht verkehrt,allerdings fehlt dann meist die Motivation auch durchzuhalten,wenn es mal nicht so viel Spaß macht und daraus resultiert sicher kein Profi!Es wird einfach die Sportart gewechselt,die Kids heute sind doch total übersättigt...und schon fehlt der Nachwuchs und das Niveau sinkt,geht ja gar nicht anders.Aber was sollen da die Profis,bzw. welcher Profi will das mitmachen.
Aber vielleicht ist das ja in Dagmar`s beschriebenen "Tanzzentren" anders als in einem kleinen Verein wie bei uns...
Nichts desto Trotz,ich würd mich freun wenn es sich ändern würde! Cheesy

Gruß,Katrin.
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Re: Warum engagieren sich eigentlich so wenig Prof
« Antwort #4 am: 03.Juni.2002, 04:45 »

Natürlich gebe auch ich meinen Senf dazu. Habe schließlich schon mit genügend Profis zu tun gehabt und auch versucht einige in die Liga-Szene hinein zu bekommen.
Für viel Profis und ich glaube die Antwort hat Andre K selber bereits gegeben ist es sehr schwierig in den durch Regeln begrenzten sportlichen JMD einzubringen. Viele Profis sehen unseren Sport als nicht wertbar an. "Kunst ist nicht wertbar". Das gilt natürlich nicht für alle. Aber gerade auch deshalb stehe ich der Aussage: "Mehr Profis an die Fläche" sehr kritisch entgegen. Wer sich auf unseren Sport einlassen möchte, der ich herzlich willkommen, meistens war es aber ein gutes Stück Arbeit Profis näher an uns zu bringen.
Sicher wäre es aber äußerst positiv mehr Profis dabei zu haben die wollen.
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Dirk (Domm DTV Ligabeauftragter West (TNW))
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Hurra!


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Re: Warum engagieren sich eigentlich so wenig Prof
« Antwort #5 am: 03.Juni.2002, 14:22 »

So, ich habe mir die Anfangs-Frage nochmal durchgelesen und glaube das wir vom Thema abweichen. Andre will glaube ich nicht das mehr profesionelle Trainer im Verein sind sondern das Profis bei uns in den Ligen mittanzen!
Dazu muß ich sagen das es nicht erlaubt ist!
Der JMD Ligenbereich ist ein reiner Amateur-Bereich! Selbst in der 1. BL.
Ausgebildete Bühnentänzer dürfen da nun mal nicht mit mischen!
Deine Bemerkung :

"ist es die Tatsache, daß man sich als Profi nicht gern von Laien bewerten läßt?

Ich tendiere zum 2. Punkt.!

Ist daher unangebracht!

Schönen Gruß,

Sabrina



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Andre_Kleim
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Re: Warum engagieren sich eigentlich so wenig Prof
« Antwort #6 am: 03.Juni.2002, 17:29 »

Tut mir Leid Amaris,

da bist Du auf dem Holzweg!

André
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Andre_Kleim
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Re: Warum engagieren sich eigentlich so wenig Prof
« Antwort #7 am: 03.Juni.2002, 17:46 »

Anamaria!

Hurra, ich steh doch nicht ganz allein da!

Genau dies ist doch das Problem:

Wie ist es möglich sich ein Fachwissen innerhalb kürzester Zeit anzueignen?

Dazu kommt, man braucht allein nur Oberliga Erfahrung um mit der Wertungsrichterausbildung zu beginnen.

Bevor mir jemand zuvorkommt: Klar fallen auch etliche angehende Wertungsrichter durch die Prüfung.

Bezweifelt werden kann trotzdem die Fähigkeiten der Masse. (Ausnahmen gibt es selbstvertändlich)

Es geht hier doch nun wirklich um Jazz und Modern Dance.
Es geht nicht darum eine professionelle Ausbildungsschiene einzubauen, aber ich denke alle wissen, was es bedeutet dies beruflich auszuüben, die Studienzeit von Kindheit angefangen.

Und dann maßen sich andere an, diesem auf eine nicht nachzuvollziehende Art und Weise nachzueifern.
(Das Resultat ist doch erkennbar).

Qualität ist in den unteren Bereichen kaum erkennbar!


Gruß:

André
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Re: Warum engagieren sich eigentlich so wenig Prof
« Antwort #8 am: 03.Juni.2002, 22:00 »

Das mit der fehlenden Qualität in den unteren Bereichen will ich gar nicht bezweifen und dass wir dort ein arges Ausbildungsproblem haben, das fast unlösbar scheint ist sicherlich auch war aber dennoch sehen ich nicht dass sich die WR sich etwas anmaßen. Außerdem ist nacheifern grundsätzlich doch positiv. Man muss es nur richtig machen.
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Dirk (Domm DTV Ligabeauftragter West (TNW))
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Re: Warum engagieren sich eigentlich so wenig Prof
« Antwort #9 am: 03.Juni.2002, 23:22 »

Lieber Dirk Domm,

es fängt langsam an interessant zu werden!
Ich darf Sie zitieren:

"stehe ich der Aussage: "Mehr Profis an die Fläche" sehr kritisch entgegen"

"Das mit der fehlenden Qualität in den unteren Bereichen will ich gar nicht bezweifeln und dass wir dort ein arges Ausbildungsproblem haben, das fast unlösbar scheint ist sicherlich auch war........"

Wer Bitteschön bringt den Qualität in den Tanz???
Wer Bitteschön kann denn dieses arge Ausbildungsproblem beheben???

Die Profis natürlich, welche Sie am liebsten nur fügsam dabei hätten!!!!

Ich will hier wirklich nicht nur Floskeln vom Stapel lassen, nein da ich selbst Profi bin und eine eigene Ballettschule führe, würde ich mein Wissen da schon
weitergeben wollen, damit sich gerade dieses Ausbildungsproblem behebt, bzw. die Qualität einen festen Platz einnimmt.

Man kann nicht auf Profis verzichten und auf der anderen Seite auf Defizite in Ausbildung und Qualität hinweisen.

Gruß:

André
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Re: Warum engagieren sich eigentlich so wenig Prof
« Antwort #10 am: 04.Juni.2002, 00:11 »

Hallo!

Profi - Ballettschule?

Laie - Verein?

Läßt sich das vielleicht so beschreiben!?
Will ich Profi werden bzw. mich unter professioneller Betreuung weiterentickeln muß ich in die Tanzschule/Ballettschule!
Will ich Spaß und nur ein bedingtes Vorankommen so gehe ich in den Verein!
Mh?
Scheint, als ergäbe dies einen Sinn!
Nur muß ich mich da gleich selbst kritisieren!
Als Formationsmitglied und auch Trainerin im Breitensportbereich muß ich einsehen, dass die Zeiten der wahren Sportler wirklich vorbei sind!

Wir - das sind die FLASH LIGHTS des TSC Holiday werther...so - jetzt wissen es alle...- tanzen momentan in der 2. Bundesliga!

Kurz unsere Geschichte
1996 in der Jugendliga angefangen - Tabellenerste
1997 Jugendliga -Tabellenzweite, Deutscher Jugend - vizemeister
1998 Landesliga - direkter Aufstieg nach fünf Siegen in Folge
1999 Oberliga - Tabellenzweite/Relegation
2000 Oberliga direkter Aufstieg
2001 Regionalliga direkter Aufstieg
2002 2. Bundesliga und...ups, wahrscheinlich direkter Abstieg als Tabellenletzte

Was ist geschehen?
Wir sind ratlos, aber...Spaß haben wir trotzdem.
Wir haben fast alles erreicht und das wie so viele andere Formationen...ohne Profi an der Seite.
Wohl aber mit professionellem Training, will heißen:
Disziplin, Ehrgeiz und Einsatzbereitschaft sind bei uns das A und O

Unsere Trainerin hat sechs Jahre lang "Siegerchoreographien" geschaffen...jetzt ist es halt vorbei!
Sind die Wertungsrichter Schuld?
Sind wir zu schlecht?
Who knows???
Und viel wichtiger: Who cares???

Wenn ich mit dem Tanzen Geld verdienen würde/müßte, würde es mir wahrscheinlich nicht so egal sein, wie es das jetzt ist!
Ich tanze, weil ich es liebe und ich darin aufgehe, weil ich meine Mädels liebe und Kuddel!
Das tue ich so oder so, ob mit oder ohne Profi!

Ich lasse mich gerne von Neuem beeinflussen.
Workshops und das Bielefelder Tanzprojekt (Jetzt Bielefelder Tanzsommer) sind gute Anlaufstellen!
Aber, ich mag unseren Stil! Wer ihn kennt, weiß, dass er nicht alltäglich ist!
Ich müßte noch so viel lernen, von klassischer Technik über Grundbegriffe des Klassischen Tanzes ...
aber, mal ehrlich, und da muß ich Andre wirklich Recht geben!
Würde es gewürdigt?
Ob nun in der Landesliga oder der Regionalliga?
Da wären wir wieder bei dem leidlichen Thema "Wertungsrichter" und dem Satz "Tanzen ist Kunst und Kunst kann man nicht bewerten".
Dann muß man sich eben überlegen, ob man Kunst machen oder sich mit anderen messen möchte.
Beides  funktioniert nur in Ausnahmefällen (siehe Bremerhaven und Wulfen, wie auch Saarlouis).

Lasse ich mir dieses ganze Thema "Turnier, WR, Aufstieg, Abstieg, Niveau oder nicht" durch den Kopf gehen, so kann ich einfach keine klare Aussage treffen!

Wie man hier wohl merkt!
Jeder, der ins Turniergeschäft einsteigt, will Erfolg!
Bleibt der aus, wird man entweder aufgeben oder weiter kämpfen.
Stimmt der Mannschaftsgeist und die Einstellung zum Tanzen, dann ist man auf dem richtigen Weg!
Zählt aber nur der Siegeswillen, dann - tut mir leid - sollte man besser aufhören.

Überall gibt es bessere uns schlechtere, so auch in der Liga...
und so hart es auch ist, es ist eine gute Vorbereitung auf das Leben.
Ich hätte darauf verzichten können, so "abzustürzen" wie in dieser Saison, aber es hat einiges in unserer Formation freigesetzt.
Sticheleien und Ärgernisse rückten total in den Hintergrund und es zählte plötzlich nur noch das eine...Tanzen, weil es uns Spaß macht und den Zuschauern, tanzen, weil wir den Applaus hören möchten, lachen und eine gute Zeit haben möchten - miteinander!
Und das ist doch heute auch so viel wert.
Da kann noch so ein toller Profi vor mir stehen. Wenn er mich nicht begeistern und mich mit den anderen Tänzern zu einem Team machen kann, dann bringt ihm die beste Ausbildung nichts!
JMD ist ein Formationssport...da tanzt niemand allein!

ich klinge mal wieder super geschwollen und werde etwas lang!
Ist mir aber schnuppe!
Das mußte mal gesagt werden!

Nur eins noch! ich kann das hier alles sagen, weil ich alles erlebt habe in der Liga!
Höhen und Tiefen.
was mir bleibt, ist die erfahrung - und die habe ich nicht zuletzt Euch zu verdanken..die , die sich angesprochen fühlen sollen, tun das jetzt auch!!!

Bussi
Dagmar
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Re: Warum engagieren sich eigentlich so wenig Prof
« Antwort #11 am: 04.Juni.2002, 02:46 »

Danke Dagmar ich fühle mich hiermit angesprochen...HDL! Kiss
So nun zum Thema:
ich hab das gefühl Andre,du möchtest aus dem JMD eine Abwandlung des klassischen Ballett machen,eben nur auf Wettkampf Ebene...
Ich fänd es echt gut,wenn wieder etwas mehr für die Qualität getan werden würde,siehe Haltung,Fußpositionen(die ja in der Wertung sehr wichtig zu sein scheinen),denn das gehört ja allgemein zum Tanzen und hat in den letzten jahren oft nachgelassen,aber bitte belasst doch die Stilrichtung!
Ich denke es würde jedem Verein mal gut tun von einem Profi unterrichtet zu werden,um Feinheiten zu verbessern oder abzustimmen,aber wie wärs wenn das einfach mehr in Workshops gemacht wird?Das dürfte doch auch helfen und so würden die Formationen ihren Stil größtenteils beibehalten,denn wie gesagt:  Profi=ballettschule (das verstehe ich auch so) würde dem JMD doch sicher etwas wichtiges nehmen und zwar den Jazz-und Moderndance!
Gruß,katrin.

Jetzt werd ich noch mal pingelig Dagmar,aber ich bin eben Perfektionistin...
Es war 1996 Jugendligazweite
             1997 Jugendligaerste und Jugendvizemeister!
Wink
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Re: Warum engagieren sich eigentlich so wenig Prof
« Antwort #12 am: 04.Juni.2002, 04:07 »

@Andre
Das mit dem kritisch zu "mehr Profis an die Fläche" bezieht sich nur darauf, dass viele Profis unseren Sport für nicht wertbar halten.  Huh Ich habe in all den Jahren (die Erfahrung haben auch andere gemacht) große Schwierigkeiten gehabt Profis in unseren Sport hineinzuziehen.  :-/  Es ist für viele Profis nicht denkbar sich an unsere Wertungsrichtlinien zu halten. Es gibt nur wenige die sich darauf einlassen und diese auch mit weiter entwickeln.

Zuletzt hatte ich mit Yorgos Theodoridis z.B. das Problem in der WR Neuausbildung, das er zwar gezeigte Choreographien analysierte hat, dies aber nicht miteinander vergleichen wollte.  Shocked Das ist ja auch OK, bei einer WR-Ausbildung aber sicherlich schwierig. Dennoch möchte ich nicht auf ihn verzichten.
Ich könnte noch einige andere Ausbilder aus vergangenen Zeiten nennen.  Cry

Das heißt aber auf keinen Fall, dass ich auf Profis verzichten möchte. Auch wenn Sie nicht werten wollen, so sollen sie doch unsere Formationen/Tänzer(innen) ausbilden und mit Choreographien versorgen. Aber bitte, bei allem künstlerischen Anspruch, unter Beachtung unserer Wertungskriterien.  Wink  Es ist eben sonst nicht oder nur schwer wertbar und dann muß man sich nicht wunderen, wenn "weniger Platz" dabei herauskommt.  Grin

Wertungsrichter sind keine Schatzsucher!  Grin Sie müssen das gezeigte bewerten und nicht das, was bei optimaler Ausführung hätte hätte herauskommen können.
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Dirk (Domm DTV Ligabeauftragter West (TNW))
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Re: Warum engagieren sich eigentlich so wenig Prof
« Antwort #13 am: 04.Juni.2002, 04:09 »

So, noch zwei und dann ist das Thema auch "heiß"!  Grin
« Letzte Änderung: 04.Juni.2002, 04:24 von Domm » Gespeichert

Dirk (Domm DTV Ligabeauftragter West (TNW))
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Re: Warum engagieren sich eigentlich so wenig Prof
« Antwort #14 am: 04.Juni.2002, 14:09 »

Guten Morgen!

Hallo Dagmar,

schön, dass Du die Problematik, welche es zu geben scheint, so umfassend erklärst.

Kunst ist für mich bewertbar, nur unter anderen Kriterien und Schwerpunkten.

Wieviele Ballett u. Tanzwettbewerbe auf professioneller Ebene gibt es denn?

Genug (und mit Erfolg), um zu sagen:

Auch Kunst ist bewertbar!!!

Es müßte sich natürlich vieles bezüglich der Bewertungskriterien ändern, bzw. Wertungsrichter müßten andere Voraussetzungen mitbringen und anders geschult werden.

Ich will keine Profis produzieren (ist aufgrund der Möglichkeiten eh nicht möglich), aber wenn man den Begriff Jazz und Modern DAnce verwendet spricht man nun mal von der Kunst und eben nicht vom Sport.

Gruß:

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Re: Warum engagieren sich eigentlich so wenig Prof
« Antwort #15 am: 04.Juni.2002, 14:14 »

Hallo Kathrin,

der Klassische Tanz nimmt Euch nicht den Jazz und Modern Dance, ganz im Gegenteil:

Diese Tanzformen sind unmittelbar miteinander verknüpft.

Mir fällt immer wieder auf und dies sagte ich schon:

Der Begriff wird ganz einfach falsch verwendet.

Gruß:

André
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Re: Warum engagieren sich eigentlich so wenig Prof
« Antwort #16 am: 04.Juni.2002, 14:19 »

Guten Morgen Dirk,

ich bin gerne bereit, mit an Konzepten zu arbeiten, um den künstlerischen Aspekt mehr in die Bewertungskriterien zu integrieren.

Ich will nicht alles, was da ist, kippen, aber konstruktive Ideen werden dringend benötigt um gerade in NRW eine qualitative Grundlage zu schaffen.

Siehe z.B. Baden Würtemberg

Gruß:

André
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Re: Warum engagieren sich eigentlich so wenig Prof
« Antwort #17 am: 04.Juni.2002, 22:44 »

Hallo André!
Welcher Begriff wird falsch verwendet?
Jazz-und Modern Dance?
Dann würdest du damit sagen daß wir gar nicht mehr den eigentlichen Stil des Jazz-und Moderndance tanzen und uns sehr dem Klassischen Tanz ähneln.
Aber ist das nicht das was ich sagte?Nämlich das der klassische Tanz bei uns schon ein gutes Stück Einzug gehalten hat in den letzten Jahren und den Stil nicht ganz überdecken sollte?
Oder hab ich da jetzt was falsch verstanden?

Katrin (ohne "h")
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Re: Warum engagieren sich eigentlich so wenig Prof
« Antwort #18 am: 05.Juni.2002, 01:14 »

Hallo Andre,

schön, dass Du Deine Mitarbeit anbietest. Für die Wertungskriterien können wir entweder Anregungen oder komplette Konzeptvorschlägen an den Fachausschuss einreichen. Eine Kommission gibt es derzeit nicht.

Sicherlich benötigen die "Trainer/Übungsleiter" von Formationen sehr viel grundsätzliche Unterstützung damit eine Basic-Arbeit Tanz wirklich durchgeführt werden kann.

Wir sind sicherlich einer Meinung, das viel zu wenig an der Basic gearbeitet wird. Statt dessen wird versucht für die Saison die Turnierstücke einzustudieren. Die sind besonders in den unteren Ligen wenig geeignet für die Formationen und teils muß man TANZ suchen.

Es ist so viel einfacher mit tänzerisch in der Basic aus oder fortgebildeten Gruppen zu arbeiten. Aber die Gruppen leben von der Hand in den Mund. Das tut, denke ich, keiner extra aber die Grundlagen sind einfach nicht da.

Daher arbeiten wir auch am SPASS Sportassistenten, um zumindest eine Basis für die Vereine zu legen auf der man aufbauen kann.

Natürlich ist das nicht mit langjährig ausgebildeten Profis vergleichbar. Wir müssen aber auf unsere Leute zurückgreifen.
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Re: Warum engagieren sich eigentlich so wenig Prof
« Antwort #19 am: 05.Juni.2002, 03:15 »

Hallo H. Kleim,

ich freue mich immer über Verbesserungsvorschläge , die helfen unseren Sport vorwärts zu bringen. Jetzt hätte ich noch einen Vorschlag für Sie. Damit Sie einen besseren Eindruck von der Arbeit unserer WR bekommen, schlagen ich Ihnen vor doch noch in diesem Jahr an der WR-Neuausbildung in Müllheim teilzunehmen. Dann können Sie sich ein besseres Bild darüber machen, ob die Ausbildung gut oder verbesserungswürdig ist (wobei, man eigentlich immer etwas verbessern kann und auch sollte, um nicht auf einem Level stehen zu bleiben). Wink
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Re: Warum engagieren sich eigentlich so wenig Prof
« Antwort #20 am: 05.Juni.2002, 14:46 »

Guten Morgen Frau Lange,

schön, dass ich Sie mit diesem Beitrag auch aus der Reserve locken kann.

Dann wollen wir mal!

Ich gehe mal davon aus, dass  Ihnen nicht  bewußt ist, was es bedeutet eine professionelle Tanzausbildung zu absolvieren bzw. als Profi auf der Bühne zu tanzen.

Ich kann also aus meinem Leben plaudern:

Um eine realistische Chance zu haben beginnt man mit der Ausbildung im Kindesalter.

Der tägliche Unterricht steigert sich bald auf tägliches mehrstündiges Training in den Bereichen Klassischer Tanz (Repertoire, Pas de deux), Modern Dance (Limon und Graham Technik, Zeitgenössischer Tanz),
Jazz, Charactertanz, Flamenco und Spanischer Tanz).

Die allgemeinen theoretischen Fächer zum küntlerischen Tanz und zur Musiklehre runden das Programm von Beginn an ab.

Vorstellungen während der Ausbildung gehören regelmäßig zum Programm.

Schon im jugendlichen Alter bekommt man die Chance mit bekannten Choreographen aus dem In und Ausland zu arbeiten, Vorstellungen in ganz Deutschland inbegriffen.

Ein  Tag in einer professionellen Ballettakademie:

9:00-11:00 Uhr: Klassisches Tanz (Stange + Mitte)

11:30-13:00 Uhr Repertoire und Pas de deux

14:00-15:30 Uhr: Probenarbeiten

16:00-18:00 Uhr Modern Dance u. Jazz

nach 18:00 Uhr: Theorie

Sa. u. So. Probenarbeiten für anstehende Vorstellungen mit diversen Choreographen.

Tagesablauf an städt.Theatern:

10:00-12:00 Uhr: Klassisches Tanztraining

12:30-15:00 Uhr: Probenarbeit (es werden ständig neue Choreographien einstudiert)

Durchlaufproben, Hauptproben und Generalprobe auf der Bühne

ab 17:30 Uhr: Maske, Kostümierung

19:30 Uhr: Vorstellung


Sie schlagen mir vor, eine Wertungsrichterausbildung zu machen und mir ein Bild von den Wertungskriterien zu erstellen???

Können Ihre durch Sie ausgebildeten Wertungsrichter meine Erfahrungswerte vorzeigen???bzw.Wie soll  ein Wertungsrichter sich innerhalb weniger Wochen ein breites Fachwissen aneiggnen???, welches Profis sich in jahrelang harter Arbeit  aneignen.

Glauben Sie wirklich, dass Sie mir noch etwas beibringen können???

Die Idee mir dies anbieten zu wollen zeigt die allgemeine Unwissenheit über den Tanzstil.

Die Schulbank werde ich nun wirklich nicht mehr drücken müssen!!!

Schade, dass die Diskussion nun auf der Ebene stattfindet, wir waren eigentlich schon bei dem Punkt : Konstruktive Ideen angelangt!!!

Einen schönen Tag wünscht:

André Kleim
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Re: Warum engagieren sich eigentlich so wenig Prof
« Antwort #21 am: 05.Juni.2002, 22:34 »

Hallo Herr Kleim,

ich glaube nach der Antwort wäre es angebracht die Antwort von Nicole Lange noch einmal zu lesen.
Ich lese daraus, dass dies ein Vorschlag ist sich ein Bild über die Ausbildung zu machen!
Es ist hier nicht die Rede von Ahnung oder Schulbank drücken. Angry
Meiner Meinung nach ist das Thema hier aber auch ein wenig abgeglitten. Sad

Als Erinnerung, die Frage lautete
Warum engangieren sich eigentlich so wenig Profis?
Und dieser Frage sollte sich das Thema weiterhin widmen!
Über was wird hier eigentlich geredet über Tanzsport oder über klassische Ausbildung?

Gruß

Andreas
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Re: Warum engagieren sich eigentlich so wenig Prof
« Antwort #22 am: 05.Juni.2002, 23:54 »

Hi!

Mh, mh, mh!!!

Ich war ja eigentlich geneigt, mich ein wenig auf die Seite des Herrn Kleim zu schlagen. Wir sind ja alle für tollen Tanz und gute Bewertung!
Aber nach dem Kommentar auf den Vorschlag von Nicole Lange, bin ich etwas geplättet.
Ich weiß ja nicht, ob er arrogant sein sollte - er scheint auf alle Fälle so!

Wenn alle Profis so auf konstruktive Vorschläge reagieren, dann wissen wir ja "warum sich so wenige engagieren".

Warum bitteschön tust Du Andre Dir dann den Ligasport an, wenn Du Dich eh allen "erhaben" fühlst...mir fiel jetzt kein anderes Wort ein!
Würden wir von allen Wertungsrichtern eine fundierte klassische Ausbildung o. ä. erwarten, dann könnten wir die Liga bald dicht machen.
Ganz davon abgesehen, dass Leute mit einer fundierten klassischen Ausbildung dann noch mehr vernichtende Urteile fällen würden, als sie ohnehin schon vorkommen!

Außerdem sind wir doch eine Ansammlung vieler Leute, die eben nicht das "Profitum" wollen, sondern nur das "Halbprofitum"...ist das denn so schwer zu verstehen?

Wollten wir die gesamte Liga reformieren, müßten wir das Pferd von hinten aufzäumen und das ist verdammt schwer!

Schöne Grüße
Dagmar
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Andre_Kleim
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Re: Warum engagieren sich eigentlich so wenig Prof
« Antwort #23 am: 06.Juni.2002, 14:55 »

Hallo Dagmar,

Schade!

Ich denke, man sollte schon bei seiner Meinung bleiben.

Ob Du mich nun arrogant findest, oder nicht, sollte Deine Meinung zum Thema eigentlich in keinster Weise beeinflussen.

Gruß:

André
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Re: Warum engagieren sich eigentlich so wenig Prof
« Antwort #24 am: 06.Juni.2002, 15:02 »

Hallo Herr Springer,

ich glaube nicht , dass wir vom Thema abgleiten.

Wir waren schließlich schon bei dem Punkt angekommen, was Profis bewirken können.

Daraufhin habe ich diesen Beitrag neu gestellt.

Die Aussage von Frau Lange gleitet allein vom Thema ab und ist hier fehl am Platz.

André
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